03.11.2016 - 54/2016

Haftbefehl gegen ein mutmaßliches Mitglied der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ beantragt

Die Bundesanwaltschaft hat heute (3. November 2016) beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs gegen

den 27-jährigen Ashraf Al-T.

den Erlass eines Haftbefehls beantragt. Der Beschuldigte ist verdächtig, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“ beteiligt zu haben (§ 129a Abs. 1 Nr. 1 und 2, § 129b Abs. 1 StGB). Die Bundesanwaltschaft hat den Beschuldigten gestern am späteren Abend durch Beamte der Berliner Polizei vorläufig festnehmen lassen. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Erkenntnisse des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der Beschuldigte Kontakt zu einem in Syrien aufhältigen IS-Mitglied, das für Operationen der Vereinigung im Ausland zuständig ist. Von dort soll er die Erlaubnis erhalten haben, zeitnah einen Anschlag auf Menschen in Deutschland zu planen.

Der Beschuldigte wird noch heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der über den Erlass eines Haftbefehls entscheiden wird.