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02.10.2009 - 18/2009

Vorläufige Festnahme wegen des Verdachts der Mitgliederwerbung für eine ausländische terroristische Vereinigung

Die Bundesanwaltschaft hat gestern (1. Oktober 2009) durch Beamte des Bundeskriminalamtes eine Wohnung in Offenbach und ein Geschäftslokal in Frankfurt am Main durchsuchen lassen.

Die Ermittlungen richten sich gegen den

24-jährigen deutschen und türkischen Staatsangehörigen Adnan V.,

der im Verdacht steht, für die ausländische terroristische Vereinigung Al Qaida durch die Verbreitung von Propagandamaterial im Internet um Mitglieder oder Unterstützer geworben zu haben. Ferner wird er verdächtigt, Grundstoffe und Materialien erworben zu haben, die geeignet sind, zur Herstellung von Sprengvorrichtungen zu dienen.
Im Rahmen der gestrigen Durchsuchungsmaßnahme konnten - neben anderen Grundstoffen und Vorrichtungen - eine kleine Menge eines explosionsgefährlichen Gemischs und ein selbst hergestelltes elektronisches Gerät sichergestellt werden, das nach einer ersten Einschätzung als Zündvorrichtung für Sprengladungen dienen kann.

Ein unmittelbarer Zusammenhang zu den in den letzten beiden Wochen im Internet verbreiteten und gegen die Bundesrepublik Deutschland gerichteten Drohvideos ist bislang nicht ersichtlich.

Der Beschuldigte ist gestern vorläufig festgenommen worden und wird heute Nachmittag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der über den Erlass eines Haftbefehls befinden wird.

Mit den Ermittlungen ist das Bundeskriminalamt beauftragt. Über diese Erklärung hinausgehende Auskünfte können beim derzeitigen Stand der Ermittlungen nicht erteilt werden.



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