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26.08.2006 - 39/2006

Anschlusserklärung an Nr.38
Fehlgeschlagene Anschläge auf Regionalzüge in Dortmund und Koblenz:
Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes erl�sst Haftbefehl gegen syrischen Studenten

Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes hat heute (26. August 2006) auf Antrag der Bundesanwaltschaft gegen den

23 Jahre alten syrischen Staatsangehörigen Fadi A. S.

Haftbefehl wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB), des versuchten Mordes mit gemeingefährlichen Mitteln in einer Vielzahl von Fällen und des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion erlassen. Er war gestern durch Beamte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg in Konstanz festgenommen worden, wo er sich in einem Studentenwohnheim aufhielt (siehe Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft vom 25. August 2006, Nr. 38, abrufbar im Internet unter www.generalbundesanwalt.de/Aktuelles/ Pressemittei-lungen2006).

Der Beschuldigte, der zuvor in Kiel lebte, ist dringend verdächtig, zusammen mit dem am 19. August 2006 in Kiel festgenommen Mitbeschuldigten Youssef Mohamad E. H. (siehe Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft vom 20. August 2006, Nr. 36), dem am 24. August 2006 im Libanon festgenommenen Mitbeschuldigten Jihad H. (siehe Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft vom 24. August 2006, Nr. 37) und eventuell noch weiteren bislang unbekannten Mitgliedern einer terroristischen Vereinigung Vorbereitungen für zwei zeitlich aufeinander abgestimmte Sprengstoffanschläge am 31. Juli 2006 auf den Regionalzug RE 10121 von Aachen nach Hamm und den Regionalzug RE 12519 von Mönchengladbach nach Koblenz getroffen zu haben. Hierzu recherchierte er im Vorfeld der Anschlagsversuche zusammen mit Youssef Mohamad E. H. im Internet mit seinem Computer nach Anleitungen zum Bau von Bomben. Gemäß diesen Anleitungen wurden die bei den missglückten Anschlägen verwendeten Spreng-Brandvorrichtungen zusammengebaut. Darüber hinaus war der Beschuldigte Fadi A. S. seinen Mittätern bei deren Flucht über die Türkei und Syrien in den Libanon behilflich.

Der Tatverdacht gegen den Beschuldigten ergibt sich im Wesentlichen aus Angaben des im Libanon festgenommenen Mitbeschuldigten Jihad H., die durch Ermittlungen im Umfeld des Mitbeschuldigten Youssef Mohamad E. H. bestätigt werden.


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