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07.03.2003 - 8/2003

Das mutmaßliche "RAF"-Mitglied Sabine Callsen hat sich gestellt!

Das bislang mit Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofes gesuchte mutmaßliche âžRAFâœ-Mitglied Sabine Callsen hat sich heute Morgen â“ wie erwartet und mit ihrem Verteidiger besprochen auf dem Flughafen Frankfurt am Main der Bundesanwaltschaft gestellt. Die Beschuldigte hat fast 20 Jahre im Nahen Osten gelebt. Ihre beiden Kinder hat sie heute in die Bundesrepublik Deutschland mitgebracht.

Die 42 Jahre alte Beschuldigte ist verdächtig, sich spätestens im September 1984 als Mitglied der terroristischen Vereinigung âžRote Armee Fraktion (RAF)✠angeschlossen und am 8. April 1985 in Verfolgung der Ziele der âžRAF✠an einem Sprengstoffanschlag auf die Gebäude der mit dem Bau einer NATO-Fregatte befassten Firmen Internationale Schiffsstudiengesellschaft (ISS) und Project-Management-Office (PMO) in Hamburg beteiligt zu haben. An dem Gebäude der Firma ISS entstand durch die Detonation des Sprengsatzes ein Sachschaden in Höhe von 20.000 DM; Personen wurden nicht verletzt. Eine weitere auf dem Gelände der Firma PMO abgelegte Sprengvorrichtung kam nicht zur Explosion. Unmittelbar vor dem Anschlag waren Bewohner der angrenzenden Häuser von anonymen Anruferinnen telefonisch vor der Explosion gewarnt worden.

Sabine Callsen wurde heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe vorgeführt. Dieser hat nach einer ausführlichen Vernehmung der Beschuldigten den gegen sie bestehenden Haftbefehl vom 16. Dezember 1985 unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

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