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19.10.2001 - 35/2001

Haftbefehl gegen einen 3. mutmaßlichen Tatverdächtigen wegen der Anschläge in USA

In dem Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten von Amerika hat die Ermittlungsrichterin des Bundesgerichtshofes am 18. Oktober 2001 gegen den24 Jahre alten, marokkanischen Staatsangehörigen Zakariya Essabar Haftbefehl wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, des mehrtausendfachen Mordes und anderer schwerer Straftaten erlassen. Nach den bisherigen Erkenntnissen besteht der dringende Verdacht, dass sich der Beschuldigte mit den zu Tode gekommenen Attentätern Mohamed Atta, Marwan Alshehhi, Ziad Jarrah, den mit Haftbefehl gesuchten Said Bahaji und Ramzi Omar alias Binalshibh und weiteren unbekannten Personen in der Bundesrepublik Deutschland zu einer terroristischen Vereinigung zusammengeschlossen und am 11. September 2001 die vier Anschläge in den Vereinigten Staaten von Amerika gemeinsam mit diesen Personen geplant und vorbereitet hat. Der Beschuldigte Zakariya Essabar unterhielt nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen vielfältige Kontakte zu den drei bisher identifizierten Attentätern und zu den Beschuldigten Bahaji und Omar alias Binalshibh. Er war für die Zeit vom 1. September 1999 bis 30. September 2000 und damit zeitgleich mit Atta und Omar alias Binalshibh für eine Wohnung im Haus Marienstraße 54 in Hamburg gemeldet. Am 12. Dezember 2000 überwies er einen Betrag von 1200 DM an Omar alias Binalshibh. Er studierte ebenso wie Jarrah an der Fachhochschule Hamburg. In den Semesterferien im Sommer 1998 arbeitete er gleichzeitig mit Jarrah als Aushilfskraft bei einem Automobilunternehmen. In der Wohnung des Bahaji sichergestellte Bilder mit der Aufschrift "Said Hochzeit" zeigen ihn neben Jarrah, Alshehhi und Omar. Der Beschuldigte Essabar wollte am 15. Februar 2001 nach Florida reisen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich die Attentäter Atta und Alshehhi dort bereits auf. Er stellte am 12. Dezember 2000 und am 28. Januar 2001 Anträge auf Erteilung eines Visums zur Einreise in die USA, die aber abschlägig beschieden wurden. Der derzeitige Aufenthaltsort des Beschuldigten Essabar ist nicht bekannt. Er wurde zuletzt im August 2001 in Hamburg gesehen. Bei den von ihm seit Oktober 2000 benutzten Wohnanschriften in Hamburg handelt sich um Scheinadressen. Er hielt sich zu keinem Zeitpunkt dort auf. Der Generalbundesanwalt hat die öffentlichkeitsfahndung nach dem Beschuldigten Zakariya Essabar veranlasst. Fahndungsfotos können auf der Homepage des Bundeskriminalamts unter <a href="http://www.bka.de" target="_blank">www.bka.de</a> abgerufen werden. Hinweise werden erbeten an das Bundeskriminalamt "BAO USA", Telefonnummer 022 25 8 92 23 81.

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