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13.09.2001 - 25/2001

Ermittlungen im Zusammenhang mit den Terroranschl�gen in den Vereinigten Staaten

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof hat heute in den frühen Morgenstunden im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten ein Ermittlungsverfahren gegen Personen arabischer Herkunft in Hamburg wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB) und anderer schwerster Straftaten eingeleitet.

Es besteht der Verdacht, dass sich seit Anfang diesen Jahres in Hamburg aus dort lebenden Personen mit arabischem Hintergrund und islamistisch-fundamentalistischer Grundhaltung eine Vereinigung gebildet hat mit dem Ziel auch im Zusammenwirken mit anderen islamistisch-fundamentalistischen Gruppierungen im Ausland schwere Gewalttaten zu begehen, um auf spektakuläre Weise durch Zerstörung von symbolträchtigen Gebäuden die USA anzugreifen. Das Ermittlungs-verfahren richtet sich gegen eine namentlich bekannte Person und weitere unbekannte Mitglieder der Vereinigung.

Unmittelbar nach den Terroranschlägen haben die amerikanischen Ermittlungsbehörden durch Auswertung der Fluglisten die Namen von Passagieren auf mögliche Tatverdächtige überprüft. Soweit sich Bezüge in die Bundesrepublik Deutschland ergeben haben, wurde diesen durch die hiesigen Polizei- und Sicherheitsbehörden nachgegangen. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen zwei Mitglieder dieser Vereinigung in der Maschine als Passagiere mitgeflogen sein, die als Erste in das World Trade Center gestürzt ist, ein weiteres Mitglied soll als Passagier der Maschine ein-gebucht gewesen sein, die in Pennsylvania abgestürzt ist. Das Landeskriminalamt Hamburg konnte ermitteln, dass diese drei Personen zeitweilig in Hamburg gewohnt haben. Sie sollen in ein Netzwerk islamistisch-fundamentalistischer Gruppierungen eingebunden gewesen sein. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen sollen zwei der bei dem Anschlag ums Leben gekommenen Tatverdächtigen und ein weiterer Beschuldigter Studenten der Technischen Universität Hamburg-Harburg im Fach Elektro-Technik gewesen sein. Die Polizei hat in der vergangenen Nacht mehrere Wohnobjekte in Hamburg durchsucht.

Die Verfolgungszuständigkeit des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof folgt aus § 120 Abs. 1 Nr. 6 Gerichtsverfassungsgesetz. Das Bundeskriminalamt ist mit den Ermittlungen beauftragt.

Die Ermittlungen dauern an.

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